Wissenswertes

Die Geschichte von Bodstedt reicht weit zurück. Um 1500 war es einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte für Seefahrer an der Ostsee. Aus dieser Zeit stammt auch die St.-Ewalds-Kirche Bodstedt, ein beeindruckendes Beispiel für spätgotische Architektur.

Eines der interessantesten historischen Ereignisse in Bodstedt ist die Sturmflut von 1872. Diese Flut war das schwerste bekannte Ostseesturmhochwasser und suchte in der Nacht vom 12. auf den 13. November 1872 die Ostseeküste von Dänemark bis Pommern heim. In Bodstedt gibt es eine Flutmarke von 1872 an der St.-Ewalds-Kirche, die an dieses Ereignis erinnert.

Der Hafen von Bodstedt ist ebenfalls einen Besuch wert. Er wurde neugestaltet und bietet die Möglichkeit, mit einem Fahrgastschiff nach Prerow oder Born überzusetzen. Hier können Sie auch die traditionellen Zeesboote bewundern, die jedes Jahr am ersten Septemberwochenende bei der Zeesbootregatta um die Wette segeln.

Am Hafen von Bodstedt findet sich ein Gedenkstein für Joachim Gottfried Danckwardt, nach ihm wurde auch schon die Dankwardtstraße in Bodstedt benannt. Dankwardt war ehemaliger Pastor von Bodstedt und Hauslehrer von Ernst Moritz Arndt. Die Inschrift auf dem Gedenkstein lautet "Dem Retter von Bodstedt 1807 Joachim Gottfried Danckwardt". Die Geschichte besagt, dass Dankwardt die Bewohner von Bodstedt vor einem Angriff durch französische Soldaten bewahrt hat. Nachdem die Bodstedter Männer etwa 50 französische Übeltäter gefangen genommen hatten, wollte der französische General Mortier, Bodstedt plündern und abbrennen lassen. Dankwardt konnte dies jedoch verhindern, indem er die Schuld auf sich nahm und den französischen General davon überzeugte, dass er die Männer zu dieser Tat angestiftet hatte. Die französische Armee ließ daraufhin Bodstedt mit einer Geldstrafe und dem Abbrennen von einigen Fischerhütten außerhalb des Dorfes davonkommen.